ST. MARX FÜR ALLE
Der Stadtteil St. Marx im 3. Wiener Gemeindebezirk ist in den letzten 15 Jahren intensiv entwickelt worden, jedoch ohne dabei auf Ausgewogenheit zu achten. Nur wenige Freiflächen sind noch da. Nun sind auch diese letzten durch Bebauung bedroht.
Auf dem Areal des ehemaligen Schlachthofs, zwischen Maria-Jacobi- und Karl-Farkas-Gasse bewegt sich sehr viel: Ein Gemeinschaftsgarten, ein Basketballplatz und ein selbst gebauter Skatepark sind selbstverwaltete Projekte vor Ort, bei denen sich Menschen frei von Konsumzwängen begegnen. Viele Menschen nutzen diesen städtischen Freiraum außerdem für Spaziergänge, Ballspiele, Baulückenkonzerte, Flohmärkte, Ausstellungen, Theaterstücke, Partys und vieles mehr. Unabhängig von Generation, Klasse, Herkunft und Geschlecht eignen sich Menschen Freiräume an, schreiben sich ein durch vielfältige Aktivitäten und übernehmen Verantwortung füreinander. Unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit und freiwilliges Engagement haben in St. Marx bereits jetzt ein lebendiges Zentrum für lokale Kulturschaffende entstehen lassen.
Doch mit diesem wertvollen Freiraum soll jetzt endgültig Schluss sein. Die Wien Holding AG hat den Ort zum Bau einer neuen Eventhalle auserkoren und plant entgegen der öffentlichen Meinung im Bezirk und ohne jeden Anschein von partizipativer, transparenter Planung eine kommerziell genutzte Mega-Eventhalle errichten zu lassen.
Die Initiative „St.Marx für Alle!“ kämpft gegen den Bau der Halle und für den Erhalt der Freifläche. Es braucht konsumfreie Orte und eine leistbare Stadt für Alle!