NEIN ZUR HALLE - ST. MARX FÜR ALLE
Wiener Stadtregierung
Auf dem Areal des ehemaligen Schlachthofs, zwischen Maria-Jacobi- und Karl-Farkas-Gasse im dritten Wiener Gemeindebezirk, liegt die 44.000 Quadratmeter große Freifläche St. Marx.
Über zehn Jahre lang waren dort ein Gemeinschaftsgarten, ein DIY-Skatepark, ein Basketballplatz und ein Kunst- und Kulturverein ansässig. Der Stadtteil St. Marx ist in den letzten 15 Jahren intensiv entwickelt worden, jedoch ohne dabei auf Ausgewogenheit zu achten. Nur wenige Freiflächen sind noch da.
Nachdem die Verträge mit den ansässigen Vereinen gekündigt wurden, soll auf der Fläche eine Event-Arena gebaut werden, die mit 215 Millionen Euro Steuergeld finanziert werden soll. Der Bauträger soll das deutsche Quasi-Monopol CTS Eventim sein, eine börsennotierte Ticketverkauf- und Veranstaltungsfirma mit Sitz in München und Verwaltung in Bremen.
Gleichzeitig werden unter dem Vorwand der Budget-Konsolidierung Unterstützungen für sozial vulnerable Personen gestrichen. Für viele Menschen lebensnotwendige Infrastrukturen werden ausgehöhlt oder zerstört. Eine Event-Arena ist für niemanden lebensnotwendig. Die Stadt Wien will sich dieses Prestige-Projekt leisten, aber nicht die sichere Lebensgrundlage ihrer Bürger:innen.
Wir fordern daher den Planungsstopp des Bauprojekts “Wien Holding-Arena” und die Umwidmung der Freifläche St. Marx als öffentlichen Raum.
Für einen lebendigen Stadtteil braucht es Pufferzonen und Freiräume, die von Mensch und Natur belebt werden. Die Privatisierung der Freifläche hätte drastische Konsequenzen für die Lebensqualität vor Ort und die kulturelle Vielfalt der Stadt.
Weiters ließe der restlose Verbau die städtischen Klimaziele in weite Ferne rücken.
DESHALB FORDERN WIR:
* Aktive Bürger*innenbeteiligung bei der Gestaltung des Stadtteils St. Marx. Das bedeutet aktive Einbindung aller lokaler Akteur*innen und Nachbar*innen.
* Die Stadt Wien soll Grünräume und Erholungsmöglichkeiten im Stadtteil erhalten, fördern und schaffen.
* Die Stadt Wien bzw. Wien Holding GmbH soll die nicht-kommerzielle Nutzung der Freifläche St. Marx durch Flächenumwidmung sichern.
Wir fordern eine leistbare Stadt – eine Stadt für Alle, in der die Menschen selbst entscheiden können, wie ihr Zuhause aussehen soll! Denn die Stadt gehört Allen. Keine Prestigeprojekte, während das tägliche Leben unerschwinglich wird. Wir brauchen Orte der Begegnung, die eine lokale und kleinteilige Kultur fördern, in denen wir uns frei von Konsumzwang begegnen können. Unser Ziel ist es, diese Flächen zu erhalten und zu gestalten!
ENGLISH VERSION
The 44,000 square metre St. Marx open space is located on the site of the former slaughterhouse between Maria-Jacobi-Gasse and Karl-Farkas-Gasse in Vienna's third district.
For over ten years, it was home to a community garden, a DIY skate park, a basketball court and an art and culture association. The St. Marx district has undergone intensive development over the last 15 years, but without any consideration for balance. Only a few open spaces remain.
After the contracts with the local associations were terminated, an event arena is to be built on the site, financed with 215 million euros of taxpayers' money. The developer is said to be the German quasi-monopoly CTS Eventim, a listed ticket sales and event company based in Munich and administered in Bremen.
At the same time, support for socially vulnerable people is being cut under the pretext of budget consolidation. Infrastructure that is vital for many people is being undermined or destroyed. An event arena is not vital for anyone. The City of Vienna wants to afford this prestigious project, but not the secure livelihoods of its citizens.
We therefore call for a halt to the planning of the ‘Wien Holding Arena’ construction project and the rezoning of the St. Marx open space as public space.
A vibrant neighbourhood needs buffer zones and open spaces that are brought to life by people and nature. The privatisation of the open space would have drastic consequences for the local quality of life and the cultural diversity of the city.
Furthermore, the complete development of the site would make the city's climate targets a distant prospect.
THAT IS WHY WE CALL FOR:
* Active citizen participation in the design of the St. Marx district. This means actively involving all local stakeholders and neighbours.
* The City of Vienna should preserve, promote and create green spaces and recreational opportunities in the district.
* The City of Vienna and Wien Holding GmbH should ensure the non-commercial use of the St. Marx open space by rezoning it.
We demand an affordable city – a city for everyone, where people can decide for themselves what their home should look like! Because the city belongs to everyone. No prestige projects while everyday life becomes unaffordable. We need meeting places that promote a local and small-scale culture, where we can meet free from consumerist pressures. Our goal is to preserve and shape these spaces!
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Wiener Stadtregierung
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NEIN ZUR HALLE - ST. MARX FÜR ALLE
Für einen lebendigen Stadtteil St. Marx braucht es Pufferzonen und Freiräume, die von Mensch und Natur belebt werden. Die Privatisierung der Freifläche und der Bau der “Wien Holding-Arena” hätte drastische Konsequenzen für die Lebensqualität vor Ort und die kulturelle Vielfalt der Stadt.
Wir fordern daher den Planungsstopp des Bauprojekts “Wien Holding-Arena” und die Umwidmung der Freifläche St. Marx als öffentlichen Raum.
DESHALB FORDERN WIR:
* Aktive Bürger*innenbeteiligung bei der Gestaltung des Stadtteils St. Marx. Das bedeutet aktive Einbindung aller lokaler Akteur*innen und Nachbar*innen.
* Die Stadt Wien soll Grünräume und Erholungsmöglichkeiten im Stadtteil erhalten, fördern und schaffen.
* Die Stadt Wien bzw. Wien Holding GmbH soll die nicht-kommerzielle Nutzung der Freifläche St. Marx durch Flächenumwidmung sichern.
Wir fordern eine leistbare Stadt – eine Stadt für Alle, in der die Menschen selbst entscheiden können, wie ihr Zuhause aussehen soll! Denn die Stadt gehört Allen. Keine Prestigeprojekte, während das tägliche Leben unerschwinglich wird. Wir brauchen Orte der Begegnung, die eine lokale und kleinteilige Kultur fördern, in denen wir uns frei von Konsumzwang begegnen können. Unser Ziel ist es, diese Flächen zu erhalten und zu gestalten!
Für die Petition
Die Unterzeichner*innen der Petition
Und die Initiative ST. MARX FÜR ALLE